Das "Ozonloch" über der Antarktis variiert von Jahr zu Jahr – in Abhängigkeit vom Wetter und ist ein jahreszeitliches Phänomen. Die Daten des "Ozonlochs" werden vor allem ermittelt, wenn bei uns Herbst ist; das entspricht in der Antarktis dem Frühlingsanfang, wenn nach der Polarnacht, die ungefähr ein halbes Jahr dauert, die Sonne aufgeht. Unter den tiefen antarktischen Temperaturen der Polarnacht (bis -85°C) sammeln sich in der Atmosphäre Chlorverbindungen, die durch die UV-Strahlung des Polarfrühlings gespalten werden: Es entsteht eine hohe Konzentration an Chlor-Radikalen. 

Die Klimaverhältnisse am Nordpol sind übrigens aus topografischen Gründen anders. Dort werden solche tiefen Temperaturen nicht erreicht.

Im September 2011 wurde ein Ozonloch von der fünffachen Größe Deutschlands am Nordpol entdeckt. [Quelle: WeltOnline, 3.10.11; am 12.8.12 abgerufen]

Mittlerweile (2019) hat sich die Situation entspannt. Es wird wohl aber noch viele Jahre dauern, bis sich die Ozonschicht völlig regeneriert hat.