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Gipsabdrücke

 Daktyloskopie

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Fotolia 11637375 XS-Fingerabdruck-1

 

 

 

Die Daktyloskopie (griechisch daktylos, Finger) ist die Fingerabdruck-Methode.

Aufgrund dieser Unverwechselbarkeit und des Umstandes, dass sich die Furchen an den Fingerspitzen im Laufe des Lebens nur geringfügig verändern [1], ist die Daktyloskopie auch heute noch eine der wichtigsten Methoden in der Kriminologie.

WILLIAM J. HERSCHEL (1833 - 1918) [2] war der erste Europäer, der dies zur Identifizierung von Personen nutzen wollte. Er gilt daher als Begründer der Daktyloskopie. Einer Anekdote zufolge entlarvte er durch einen Fingerabdruck auf seiner Likörflasche seinen Diener als heimlichen Mittrinker.

Nicht einmal eineiige Zwillinge besitzen die gleichen Fingerabdrücke.

 

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Minutien

am .

Die einzelnen Merkmale eines Fingerabdruckes wie Schleifen, Gabelungen oder Linienenden nennt man Minutien (lateinisch minuzien = Kleinigkeiten).

 

Man unterscheidet u.a. folgende Minutien [2]:

  • Breite der Papillarlinien
  • Grundmusterarten (Verlauf der Linien) [1]

 

Schleifen Wirbel Bogen
(ca. 60% aller Personen) (ca. 35%) (ca. 5%)
schleifen wirbel bogen
Ein Deltabereich gegenüber
dem Schleifenauslauf
Mindestens zwei Deltabereiche Keine Deltabildung

 

  • Kreuzung
  • Gabelung
  • Linienende
  • Insel
  • Delta (siehe oben)
  • Pore

 

Oft ist am Tatort ein Fingerabdruck verwischt oder nur unvollständig. Die Rechtsprechung hierzu ist:

"Der Identitätsnachweis gilt nach deutschem Recht als geführt, wenn bei einer Nichterkennbarkeit des Grundmusters 12 Minutien (anatomische Merkmale), bzw. bei Erkennbarkeit des Grundmusters 8 Minutien übereinstimmen. Für die Rechtsfindung und Rechtsprechung hat der Bundesgerichtshof den Beweiswert der Daktyloskopie uneingeschränkt anerkannt. (BGH - Urteil vom 11.06.1952 - 3 Str. 229/52 LG Frankfurt)." [1]

 

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Fingerabdrücke verraten noch mehr ...

am .

Auf einem Fingerabdruck befinden sich nicht nur Mikrospuren vom Schweiß der Person, sonder auch von Verbindungen, die von der Person vorher berührt wurden. Mit einem kleinen, transportablen Massenspektrometer können die Kriminalisten schon am Tatort entsprechende Analysen durchführen. 

 

EI-MS-3Bei der Massenspektrometrie wird die zu untersuchende Substanz in den gasförmigen Aggregatzustand gebracht und ionisiert. Die Ionen werden durch ein elektrisches Feld beschleunigt und von einem Analysator aufgefangen, der die einzelnen Ionen aufgrund des Masse-zu-Ladung-Verhältnisses unterscheiden kann und in ein Massenspektrum überträgt (siehe Bild rechts [2]).  Ein solches Massenspektrum hat für eine Substanz ein charakteristisches Muster.

 

 

 

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