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Salze (2) - Salzbildungsarten

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Salze, die in Wasser alkalisch reagieren

Orientierung

Neutralisation 

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Einführung

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Du hast mittlerweile erkannt, dass der Name Salz sich nicht nur auf den bekanntesten Vertreter dieser Stoffgruppe bezieht (Speisesalz), sondern sehr viele interessante Stoffe unseres Alltags einbezieht:

  • Fluoride - vorbeugend gegen Karies
  • Iodide - Gewährleistung der Schilddrüsenfunktion
  • Calciumcarbonat (Marmor, Kreide, Muschelschalen, Kalk), ein wasserunlösliches Salz!
  • Natron (Natriumhydrogencarbonat), ein Salz, das nicht nur im Backpulver Verwendung findet.
  • Soda (Natriumcarbonat), welches ebenfalls vielfältige Verwendung findet - unter anderem für die Herstellung von Kernseife.

Dieses Kapitel soll dir vor Augen halten, mit welchen unterschiedlichen grundsätzlichen Möglichkeiten man Salze synthetisieren kann. Gleichzeitig dient dieses Kapitel dazu, die bisherigen Salzbildungsarten noch einmal zu wiederholen. Außerdem lernst du noch weitere Salze mit unterschiedlichsten Verwendungsmöglichkeiten kennen.

 

Nötige Vorkenntnisse

Nötige Vorkenntnisse

Nötige Vorkenntisse - Links

Lernziele / Kompetenzen

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  • Ich habe ein Konzept, mit dem ich (auf z.T. unterschiedliche Arten) ein gewünschtes Salz herstellen kann.

 

Stoffe

Eigenschaften, Struktur, Summenformel, Bedeutung für Mensch und Pflanzen

Beispiele:

  • Eisenoxid-haltiges Gestein erkennt man an der Farbe
  • Silberchlorid ist ein wasserunlösliches Salz und spielt bei der Analyse von Halogeniden eine wichtige Rolle (Silbernitratprobe).
  • Bariumchlorid, ein giftiges Salz, färbt die Flamme grün und wird daher in der Pyrotechnik verwendet. Die rote Armee benutzte während des zweiten Weltkrieges grünlich leuchtende Bariumchlroid-Leuchtspurgeschosse, während die Wehrmacht gelblich leuchtende Phosphor-Geschosse verwendete.
  • Bariumsulfat ist wasserunlöslich und wird in der Medizin als Röntgenkontrastmittel verwendet.
  • Calciumchlorid ist hygroskopisch und findet daher als Trocknungsmittel im Labor Verwendung. Zudem wird es als Geschmacksverstärker benutzt.
  • Calciumnitrat wird als Düngemittel verwendet.
  • Calciumsulfat ist nur schwer in Wasser löslich. Das Dihydrat wird Gips genannt.
  • Kaliumchlorid findet als Geschmacksverstärker, Dünger und Streusalz Verwendung. In hoher Konzentration führt es zum Herzstillstand und wird daher der Giftspritze bei Hinrichtungen beigemischt.
  • Kaliumnitrat (Kalisalpeter) ist ein wichtiger Bestandteil von Schwarzpulver. Es wird aber auch als Konservierungsstoff beim Pöckeln und als Düngemittel benutzt.
  • Natriumsulfat (Glaubersalz) dient in der Medizin als Abführmittel.
  • Kaliumphosphat wird Waschmitteln zugesetzt, da es die Wasserhärte herabsetzt. Da es in Gewässern jedoch ein größeres Nährstoffangebot liefert, folgt daraus ein verstärktes Algenwachstum, das zum Umkippen eines Gewässers führen kann.

 

Phänomene

Gesetzmäßigkeiten anwenden, Phänomene deuten, Reaktionsschemata aufstellen (Summenformeln, Ionenformelschreibweise)

  • Ich kann für folgende chemische Reaktionen die Reaktionsschemata (in detaillierter Ionenformelschreibweise) aufstellen ...

    • Neutralisationsreaktion
    • Reaktion von Metalloxiden mit Säuren ("verkürzte" Neutralisation)
    • Reaktion zwei verschiedener Salzlösungen
    • Die stärkere Säure setzt die schwächere Säure aus ihren Salzen frei
    • Unedle Metalle reagieren mit Säuren

Zusammenhänge

Vorgänge, Zusammenhänge, Funktionsweisen (im Zusammenhang mit der Bedeutung für Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt) erläutern und bewerten

  • Ich kann ...

 

Weitere Fertigkeiten

Handwerkliches, ...

  • Ich

 

Zusammenfassung

 Basicsmerke

  • Salze bestehen aus Ionenverbänden. Diese bestehen aus positiv geladenen, unedlen Metall-Ionen (Kationen) und negativ geladenen Säurerest-Ionen.
  • Salze können aus unedlen Metallen und den Elementen der VII. Hauptgruppe (Halogene) gebildet werden. Die so gebildeten Salze nennt man mit allgemeinem Namen Halogenide.
  • Auch die Metalloxide bestehen aus Ionen. Metalloxide sind salzähnliche Verbindungen.
  • In wässriger Lösung können sich auch Ionen so kombinieren, dass ein schwerlösliches Salz ausfällt. Der Halogenid-Nachweis mit der Silbernitratprobe beruht auf dieses Phänomen.
  • Salze können durch die Neutralisationsreaktion von Säuren und Laugen hergestellt werden. Hierbei entsteht neben dem entsprechenden Salz auch Wasser.
  • Einige Metalloxide reagieren mit Säuren zu den entsprechenden Salzen, wobei auch Wasser entsteht.
  • Die Reaktion von einem unedlen Metall mit einer Säure liefert neben Wasserstoff das entsprechende Salz.
  • Versetzt man ein Salz mit einer Säure, deren Säurerest stärker ist als der Säurerest des Salzes, so entsteht das entsprechende Salz der stärkeren Säure.

Anknüpfungen

 

AusblickAnknüpfungen - Links

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Stoffe, die aus Ionen bestehen oder die Ionen bilden

Ionen

Salze

Salze bestehen aus positiv geladenen Metall-Ionen und negativ geladenen Nichtmetall-Ionen.

  • Die Nichtmetall-Ionen, die aus den Elementen der 7. Hauptgruppe (Halogene) entstanden sind, bilden mit Metall-Ionen die Salz-Gruppe der Halogenide (Fluoride, Chloride, Bromide, Iodide).
    • Das Chlorid-Ion kann man auch als Säurerest-Ion der Salzsäure (Chlorwasserstoffsäure) betrachten, das Fluorid-Ion als Säurerest-Ion der Fluorwasserstoffsäure usw.
  • Nichtmetall-Ionen können aber auch eine Ansammlung von gebundenen Atomen sein, die insgesamt eine oder mehrere negative Ladungen haben. Das sind die Säurerest-Ionen. Die entsprechenden Salze gehören dann zu den Salzen der entsprechenden Säuren. Also z.B. Phosphate, Sulfate, Carbonate usw.

Säuren

Saure Lösungen enthalten positiv geladene Wasserstoff-Ionen und negativ geladene Säurerest-Ionen.

Laugen

Die Hydroxide und die wässerigen Lösungen von diesen Basen, also die Laugen, enthalten positiv geladene Metall-Ionen und negativ geladene Hydroxid-Ionen.

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