Die ersten Naturphilosophen

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Den wenigen Überlieferungen des Aristoteles zufolge haben zuerst die alten Griechen nach dem Sinn und Zusammenhang der Naturerscheinungen gesucht. Dabei nahmen sie an, dass es einen Urstoff geben müsste, der für alle Veränderungen um sie herum verantwortlich ist. Die ersten Naturphilosophen versuchten zu begreifen, wie aus Wasser ein Fisch werden kann oder wie aus lebloser Erde farbenprächtige Blumen werden können. 

  • Thales von Milet (624 - 545 v. Chr.)
    - Wasser als Urstoff der Materie
    - Alles ist voll von Göttern

  • Anaximander von Milet
    - Unsere Welt ist nur eine von vielen, die aus dem Unendlichen entsteht und in das Unendliche vergeht

  • Anaximenes von Milet (585 - 525 v. Chr.)
    - Luft als Urstoff der Materie
    - Wasser sei verdichtete Luft
    - Erde sei noch stärker zusammen gepresstes Wasser
    - Feuer sei verdünnte Luft

  • Parmenides (ca. 540-480 v. Chr.)
    - Alles, was es auf der Welt gibt, hat schon immer existiert (aus nichts kann nichts werden)
    - Die Sinne vermitteln uns ein falsches Bild der Welt

  • Heraklit von Ephesos (544 - 483 v. Chr.)
    - Feuer als Urstoff der Materie
    - Alles fließt und nichts währt ewig
    - Die Welt ist von Gegensätzen geprägt
    - Unsere Sinne vermitteln uns ein zuverlässiges Bild der Wirklichkeit

  • Empedokles von Agrigent (490 - 430 v. Chr.)
    - Alles besteht aus den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde.
      Es kommt nur auf das Mischungsverhältnis an. (Stofftheorie)
    - In der Natur wirken zwei Kräfte: Liebe und Streit. (Krafttheorie)

    4-Elemente-Diagramm
    Auch heute noch spielt diese veraltete Vorstellung (vom Begriff Element) in der Astrologie eine Rolle.

Keines der genannten "Elemente" ist jedoch wirklich ein Element im heutigen, chemischen Sinne. Feuer ist eine Erscheidnung, die auf brennende Gase zurückzuführen ist, Wasser ist eine Verbindung aus den Elementen Wasserstoff und Sauerstoff (H2O), Luft ist ein Gemisch aus verschiedenen Gasen und Erde, also Sand, ist ein Gemisch aus verschiedenen Stoffen, vorwiegend aus Siliciumoxid.

Bildquelle: von Original uploaded by PS2801 (Transfered by PS2801) (4-elements-diagram.jpg) [Public domain], via Wikimedia Commons 

 

 

  •  Anaxagoras (500 - 428 v. Chr.)
    - Die Natur besteht aus winzigen - mit dem Auge nicht sichtbaren - StoffStoffteilchen, in denen etwas von allem steckt.
      Diese Stoffteilchen nannte er Samen oder Keime
    - Der Geist ist die Kraft, die für Ordnung sorgt
    - Die Sonne sei kein Gott, sondern eine glühende große Masse

 

 

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Quellen: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, Holleman-Wiberg, de Gruyter, 1976, S. 1167; Sophies Welt, Roman über die Geschichte der Philosophie, Jostein Gaarder, Carl Hanser Verlag München Wien 1993, S. 39-53.

Bildquelle: Wikipedia, Vier-Elemente-Lehre

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